Carolus-Duran
Dame mit Handschuh

Die Dame mit Handschuh
Carolus-Duran (1837-1917)
Die Dame mit Handschuh
1869
Öl auf Leinwand
H. 228; B. 164 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La Dame aux gants [Dame mit Handschuh]


Dame mit Handschuh, ein Porträt in ganzer Figur von der jungen Gattin des Künstlers, wurde auf dem Salon 1869 von Erfolg gekrönt und mit einer Medaille ausgezeichnet. Das Werk galt bei den Kritikern als Archetyp des Prunkporträts, es zeichnet sich durch seinen nüchternen Aufbau, seine meisterhafte Zeichnung und die feine, begrenzte Farbskala aus, die an David und Ingres erinnert. Der schmucklose Hintergrund in Grau – und Schwarzabstufungen, der von der dunkel schimmernden Schattierung des Kleides überlagert wird, bringt drei Elemente zur Geltung: das Gesicht und die kokette Kopfbedeckung der jungen Frau, die Hände – die eine Hand zieht der anderen einen perlgrauen Handschuh aus -, der am Boden liegende Handschuh, der durch die rote Signatur des Malers verstärkt zur Geltung gebracht wird. Aufgrund dieses nebensächlichen Details gilt das Werk als modern: es erklärt, warum Emile Zola Carolus-Duran als einen Schüler Manets betrachtet.




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