Camille Pissarro
Die Seine und der Louvre

Die Seine und der Louvre
Camille Pissarro (1830-1903)
Die Seine und der Louvre
1903
Öl auf Leinwand
H. 46; B. 55 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La Seine et le Louvre [Die Seine und der Louvre]


Ab 1893 wendet sich Camille Pissarro vollständig von der Landschaftsmalerei, die den wesentlichen Teil seines Werkes ausmachte, ab. Von nun an widmet er sich vorrangig Straßenszenen: Paris, Rouen, Le Havre oder Dieppe.
Der Maler bevorzugt die Themenvielfalt und verzichtet auf atmosphärische Variationen gleicher Motive, wie Monet es tat. Als er im Jahre 1893 eine Bilderreihe über Paris beginnt, interessiert er sich zunächst für Plätze mit Menschenansammlungen: die Umgebung des Bahnhofs Saint-Lazare, Boulevards und die Tuilerien. Schließlich wendet er sich ruhigeren Orten zu und es entstehen eine Reihe von Bildern der Seine und des Louvre, zu der auch dieses Bild gehört. In den letzten zehn Jahren seines Lebens nehmen Himmel und Wasser einen neuen Stellenwert in der Malerei Pissarros ein. Er scheint sich mehr als bislang für das Licht zu interessieren.

Dieses Gemälde, das im Todesjahr des Malers entstanden ist, versucht mit großer Subtilität die Atmosphäre und das sanfte Licht eines Wintertags festzuhalten. Das von der zweiten Etage eines Hauses an der Place Dauphine gemalte Bild zeigt im Vordergrund den Square du Vert-Galant, die Seine mit dem Pont des Arts und die Perspektive des Louvre. Der rigorose Aufbau mit den strengen Linien, die den Louvre, den Pont des Arts und die Konturen des Square bilden, wird durch den leichten Nebel aufgelockert, der diese Landschaft umhüllt. Vom gleichen Fenster aus malte Pissarro zwischen 1900 und 1903 an die dreißig Bilder.




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