Claude Monet
Der Bahnhof Saint-Lazare

Der Bahnhof Saint-Lazare
Claude Monet (1840-1926)
Der Bahnhof Saint-Lazare
1877
Öl auf Leinwand
H. 75,5; B. 104 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La gare Saint-Lazare [Der Bahnhof Saint-Lazare]


Als Monet dieses Bild malt, ist er gerade von Argenteuil nach Paris umgezogen. Nachdem er sich mehrere Jahre lang mit der Darstellung ländlicher Motive beschäftigt hatte, interessiert er sich nun für urbane Landschaften. Zu einer Zeit, als die Kritiker Duranty und Zola den Künstlern nahelegen, ihre Epoche zu malen, sucht Monet nach neuen Motiven und versucht sich dem Vorbild Manets, Degas’ und Caillebotte folgend als Maler des modernen Lebens.

Als Claude Monet 1877 in den Stadtteil Nouvelle Athènes zieht, bittet er um die Erlaubnis, im Bahnhof Saint-Lazare, der das Viertel auf einer Seite eingrenzt, arbeiten zu dürfen. Es war tatsächlich der ideale Ort für denjenigen, der wechselnde Lichteffekte, Züge, Dampfwolken und ein völlig neuartiges Motiv suchte. Es folgt eine Gemäldeserie mit verschiedenen Standorten, darunter auch Ansichten von der weiträumigen Halle. Trotz der sichtbaren geometrischen Metallarchitektur geht es dem Maler vor allem um die Farb- und Lichteffekte und nicht um die genaue Darstellung der Maschinen oder der Reisenden. In einigen Partien ist seine Malkunst so rein, dass er eine nahezu abstrakte Vision erreicht. Dieses Gemälde wurde von Gustave Caillebotte, einem anderen Maler des modernen Lebens, dessen Technik sich fast immer grundsätzlich von Monets unterschied, bewundert.




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