Narcisse Diaz de la Peña
Die Anhöhe von Jean de Paris

Die Anhöhe von Jean de Paris
Narcisse Diaz de la Peña (1807-1876)
Die Anhöhe von Jean de Paris
1867
Öl auf Leinwand
H. 84; B. 106 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Les Hauteurs du Jean de Paris [Die Anhöhe von Jean de Paris]


Der spanischstämmige Franzose Narcisse Diaz de la Pena arbeitete zuerst in einer Porzellanfabrik, bevor er sich ganz der Malerei widmete. Seine fantasiereichen galanten Szenen waren gleich bei der ersten Ausstellung auf dem Salon 1831 von Erfolg gekrönt. Trotz der großen Beliebtheit seiner Szenen mit Nymphen, fühlt er sich zur Landschaftsmalerei hingezogen und gesellt sich zu seinen Freunden Jules Dupré und Théodore Rousseau nach Barbizon. Bei seinen häufigen Besuchen im Wald von Fontainebleau gibt er mit virtuosem Pinselstrich die flimmernden Lichteffekte in Laub und Unterholz wieder.

Die Anhöhe von Jean de Paris (eine Ortsbezeichnung in der Schlucht von Apremont) legt Zeugnis von seinem Talent als Kolorist ab: im Licht der hellen Abendsonne hebt sich die Anhöhe von dem traditionell dunklen Vordergrund ab. Das leuchtende Laub der Baumgruppe bildet einen starken Kontrast zu dem bleigrauen, gewitterschweren Himmel. Am Eingang des Wegs scheint sich das Sonnenlicht in einem einzigen hellen Fleck zu bündeln; weiter hinten, wo man zwischen den moosbewachsenen Steinen die Silhouette einer Reisigträgerin ausmachen kann, herrscht fast völlige Finsternis. Die Gewandtheit des Künstlers tritt in diesem theatralisch anmutenden Gemälde deutlich zutage. Schon seine Zeitgenossen bewunderten seine virtuose Technik, die auf Maler wie Monticelli oder Renoir Einfluss ausübte.




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