Paul Cézanne
Die blaue Vase

Die blaue Vase
Paul Cézanne (1839-1906)
Die blaue Vase
1889-1890
Öl auf Leinwand
H. 61; B. 50 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Le vase bleu [Die blaue Vase]


Cézannes Interesse gilt hier weniger den Blumen als der Modulation der Farbe. Auch hier dient das Sujet nur als Vorwand für eines der Hauptthemen des Künstlers: Die Wirkung des Lichts auf die Gegenstände und die sich daraus ergebenden Farbvariationen.

Die scheinbare Einfachheit und Nüchternheit dieses Gemäldes haben nichts mit der Überschwänglichkeit und Üppigkeit der Blumenbilder Renoirs gemein. Der Raum wird geschickt durch vertikale und horizontale Linien sowie eine genaue Verteilung der Volumina gegliedert. Die Harmonie des Bildes entsteht durch die subtile Verwendung verschiedener Blautöne. Das Zentrum des Gemäldes bildet die Vase auf dem Tisch. Doch hier fügt er ein neues Element hinzu: die Äpfel auf dem Tisch, deren Farbe sich abhebt und die an Cézannes zahlreiche Stillleben mit Früchten erinnern. Der Künstler soll Gasquet gegenüber geäußert haben: „Ich bin von den Blumen abgekommen. Sie welken so schnell. Früchte sind zuverlässiger”. Der Reiz dieses Gemäldes besteht in der Verbindung dieser beiden Themen. Aus diesem Grund bekam es früher auch den Titel Blumen und Früchte.




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