Paul Signac
Les Andelys; Ufer

Les Andelys; Ufer
Paul Signac (1863-1935)
Les Andelys; Ufer
1886
Öl auf Leinwand
H. 65; B. 81 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Les Andelys ; la berge [Les Andelys; Ufer]


Das Jahr 1886 ist maßgebend für Signacs Stilentwicklung. Seine Erstwerke, die im Pariser Vorort, in Port-en-Bessin oder Saint-Briac entstanden, lassen noch den Einfluss der Impressionisten erkennen. Doch Anfang 1886 experimentiert Signac wie sein Vorbild Georges Seurat mit der divisionistischen Farbzerlegung und optischer Vermischung.
Anlässlich der letzten Ausstellung der Impressionisten im Mai 1886 präsentiert Seurat Ein Sonntag in la Grande-Jatte, ein wirkliches Manifest des Divisionismus. Signac stellt auf diser Veranstaltung Gemälde aus, die eine ähnliche Technik aufweisen.

Im Juni 1886 lässt sich Signac für drei Monate in Les Andelys, einer kleinen normannischen Stadt, nieder. Er malt dort eine Serie von zehn Landschaften in der divisionistischen Technik. Les Andelys; Ufer ist eines der bedeutendsten Gemälde dieser Serie.
Auf dem Salon des artistes indépendants von 1887 stellt Signac sein Bild mit drei anderen, die auch in Les Andelys entstanden sind, aus. Die Kritiker Paul Alexis, Gustave Kahn, Jules Christophe und Félix Fénéon werden auf ihn aufmerksam. Letzterer schreibt: Herr Signac beweist mit seinen neuen Gemälden, Landschaft von Les Andelys, Wasser, Grün, noch viel besser Können“ (Les Impressionnistes en 1886). Gustave Kahn unterstreicht die außerordentliche Leuchtkraft der Bilder: „Die leuchtende Südsonne erstrahlt in diesen Landschaften, voller Freude und zauberhaftem Lichterspiel“ (La Vie moderne, 9. April 1887). Das Werk bleibt bis zu seinem Eingang in die öffentlichen Sammlungen 1996 im Besitz der Familie des Künstlers.
Siehe High-Definition-Bild




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