Claude Monet
London, das Parlament

London, das Parlament. Die Sonne bricht durch den Nebel
Claude Monet (1840-1926)
London, das Parlament. Die Sonne bricht durch den Nebel
1904
Öl auf Leinwand
H. 81; B. 92 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Londres, le Parlement. Trouée de soleil dans le brouillard [London, das Parlament. Die Sonne bricht durch den Nebel]


Das Londoner Parlament taucht 1900 immer wieder in Monets Werk auf. Der Maler beobachtete das Motiv insbesondere von einer Terrasse des Saint-Thomas Krankenhauses, das sich auf dem gegenüberliegenden Flussufer in der Nähe der Brücke von Westminster befindet. Die Londoner Bilder, zu denen auch Ansichten der Brücken Charing Cross und Waterloo gehören, geben vor allem die Veränderungen von Licht und Atmosphäre wieder, die der berühmte Nebel, der besonders im Herbst und Winter die Stadt umhüllt, verursacht.

Die Silhouette des Parlaments taucht gleich einer irrealen, gespenstischen Erscheinung auf. Die steinerne Architektur scheint bar jeglicher Konsistenz. Himmel und Wasser sind in denselben malvenfarbigen und orangefarbenen Tönen gemalt. Der Pinselstrich besteht systematisch aus einer Vielzahl bunter Tupfen, die die Dichte der Atmosphäre und des Nebels wiedergeben. Paradoxerweise gewinnen diese ungreifbaren Elemente in Gegenwart des im Schatten verschwindenden, sich auflösenden Gebäudes an Stofflichkeit.




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