Alfred Sisley
Nebel, Voisins

Nebel, Voisins
Alfred Sisley (1839-1899)
Nebel, Voisins
1874
Öl auf Leinwand
H. 50,5; B. 65 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Le brouillard, Voisins [Nebel, Voisins]


Alfred Sisley war britischer Staatsbürger, obwohl er in Paris geboren wurde und fast sein ganzes Leben in Frankreich verbrachte. Er ließ sich 1871 in Voisins, einem Dorf im Departement Seine-et-Oise in der Nähe von Louveciennes nieder. Dort ist sicherlich dieses Gemälde mit Nebeleffekten entstanden, auf dem im Hintergrund ein angedeuteter Zaun, links Blätterwerk und rechts im Bild ein Baum mit gebogenen Zweigen zu sehen ist, an dessen Fuß eine Frau sich bückt, um allem Anschein nach Blumen zu pflücken. Nicht aber die Bäuerin in ihrem Garten, sondern vielmehr der silberfarbene Nebel, der alle Formen verschwimmen und zu einem grau-bläulichen Farbton verschmelzen lässt, ist das zentrale Thema des Bildes. Nicht zu verwechseln mit dem dichten Londoner Nebel, dem Sisley und Monet an der Themse begegneten, zeichnen subtile Harmonie und stille Romantik diesen Nebel aus. Das Gemälde ist auch repräsentativ für den impressionistischen Ansatz, bei dem die Natur durch das visuelle Erlebnis geprägt wird, das hier durch die Witterungsbedingungen beeinflusst wird. Nebel, Voisins ist 1874 entstanden, das Jahr der ersten Gruppenausstellung der Impressionisten bei Nadar, auf der Sisley mit fünf Bildern vertreten ist.




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