Eugène Boudin
Der Hafen von Camaret

Der Hafen von Camaret
Eugène Boudin (1824-1898)
Der Hafen von Camaret
1872
Öl auf Leinwand
H. 55,5; B.89,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean-Gilles Berizzi

Port de Camaret [Der Hafen von Camaret]


Boudin kommt von 1870 bis 1873 jedes Jahr zum Malen nach Camaret in die Bretagne, in den folgenden Jahren hält er sich nur noch ab und zu in der Gegend auf. Ihm geht es darum, die wechselnden Lichtverhältnisse im Hafen, den bewegten Himmel, die Wolken wiederzugeben. Hier kontrastieren die hellen Häuser mit den dunklen Farbabstufungen des Meeres und der Segelboote.

Getreu seines Beinamens „König des Himmels”, den ihm Corot verlieh, nehmen Himmel und Wolken den Großteil der Bildfläche ein. Der Künstler fertigt zahlreiche Pastellstudien von diesen Elementen an und erwähnt sie auch in seinen Notizbüchern: „Im Himmel treiben; bei den weichen Wolken anlangen. Diese fernen Massen im Grau des Nebels aufhängen...”

Auf dem von der Meeresbrise leicht gekräuselten Wasser spiegelt sich der unbeständige Himmel wider. Die flüchtigen, treibenden Spiegelungen werden durch einen leichten Pinselstrich und harmonisch aufeinander abgestimmte Grau-, Blau- und Grüntöne suggeriert. Einzig die Fischer, deren Silhouetten sich im Gegenlicht abzeichnen, bilden einen Kontrapunkt zur Unermesslichkeit des Himmels.




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