Georges Seurat
Port-en-Bessin, Vorhafen, Flut

Port-en-Bessin, Vorhafen, Flut
Georges Seurat (1859-1891)
Port-en-Bessin, Vorhafen, Flut
1888
Öl auf Leinwand
H. 67; B. 82 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR

Port-en-Bessin, avant-port , marée haute [Port-en-Bessin, Vorhafen, Flut]


Seurat hielt sich jeden Sommer an der Küste auf, um Landschaften zu malen. Dem Dichter Emile Verhaeren zufolge habe er behauptet „er wasche seine Augen von den Ateliertagen rein und gebe so genau wie möglich das helle Licht wieder“.

Diese Ansicht des Vorhafens von Port-en-Bessin, einem Fischerdorf an der normannischen Küste, besticht in der Tat durch das subtile, schimmernde Licht. Die zugleich geometrische und asymmetrische Komposition beruht auf dem Wechselspiel der Diagonalen der Klippen und der Horizontalen der Mole und der Linie des Meeres, die durch die vertikalen Mäste rhythmisch gegliedert wird. Der kurvenreiche Weg, der von Port-en-Bessin zu den Felsen führt, nimmt dem für Seurat so charakteristischen Aufbau etwas von seiner Strenge. Das Unkraut im Vordergrund lässt diese ansonsten starre Landschaft etwas chaotisch erscheinen. Dieser Hafen, in dem kein Mensch zu sehen ist, wirkt verlassen und melancholisch.




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