Edward Burne-Jones
Prinzessin Sabra

Prinzessin Sabra
Edward Burne-Jones (1833-1898)
Prinzessin Sabra
1865
Öl auf Leinwand
H. 105; B. 61 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / René-Gabriel Ojéda

Princesse Sabra [Prinzessin Sabra]


Dieses Werk gehört zu einem dekorativen Ensemble, das der Aquarellist Miles Birket Foster (1825-1899) bei Burne-Jones in Auftrag gab und das der Legende des heiligen Georg und dem Drachen gewidmet ist. Schon im Mittelalter ist die Geschichte des heiligen Georg sehr populär: Georges von Lydda, ein edler Christ und Soldat in der römischen Armee, rettet Prinzessin Sabra vor dem Drachen, dessen nächstes Opfer sie werden sollte. Der König und Vater der erretteten Prinzessin und seine Vasallen bekehren sich in der Folge zum Christentum.

Diese Legende, der das Ideal des Ritters anhaftet, ist die Geschichte des zukünftigen Schutzpatrons Englands. Insbesondere die Präraffaeliten widmeten sich diesem Motiv mit Vorliebe. Wie zahlreiche andere Künstler des 19. Jahrhunderts begeistern sie sich für das Mittelalter, das sie auf ihren Gemälden als eine Epoche höchster Spiritualität präsentieren. Vielleicht ist dieses Werk eine Apologie des Glaubens und der idealen Werte, die als Bollwerk vor der modernen Industriegesellschaft und des daraus folgenden Merkantilismus dienen sollen.

Der Maler präsentiert hier nur die Figur der Prinzessin Sabra. Die junge androgyne Frau befindet sich vor einem Hintergrund aus Blumen und Bäumen, der an eine Tapisserie erinnert und dem Werk einen dekorativen Charakter verleiht.




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