Henri Martin
Heiterkeit

Heiterkeit
Henri Martin (1860-1943)
Heiterkeit
1899
Öl auf Leinwand
H. 347; B. 544 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean-Pierre Lagiewski

Sérénité [Heiterkeit]


Dieses monumentale Gemälde, das 1899 auf dem Salon de la Société des artistes français präsentiert wurde, stellt die elysischen Felder dar, die der lateinische Dichter Virgil in seiner Aeneis erwähnt. Es zeigt Geister, die das Schicksal zu Glückseligkeit führte und die von musizierenden Engeln nach Arkadien, dem Land von Glück und Ruhe, geleitet werden.

Hinter der symbolistischen Motivation, die diese Darstellung beherrscht, verbirgt sich eine ästhetische Synthese, die den jüngsten Tendenzen entspricht. Der dem Künstler eigene nur angedeutete Pinselstrich ist dem Naturalismus entliehen, der es vom Impressionismus übernommen hatte. Im Laufe dieser Übertragungen ist jedoch die exaltierende Funktion des Lichts verloren gegangen und jetzt dient es einzig dazu, die bemalte Oberfläche zum Vibrieren zu bringen. Henri Martin, der Urheber dieses Gemäldes, wandte diese Technik bei vielen seiner Bilder und auch für den Dekor zahlreicher Gebäude an. Er zog sich den Zorn Degas' zu, der der Auffassung war, dass Martin und seine Mitläufer „auf unseren eigenen Füßen stehen“, d.h. die Neuheiten, die der Impressionismus der Malerei geboten hatte.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter