Hans Thoma
Siesta

Siesta
Hans Thoma (1839-1924)
Siesta
1889
Öl auf Leinwand
H. 88; B. 117 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Siesta


Hans Thoma gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des auslaufenden 19. Jahrhunderts. Der in den 80er Jahren in Karlsruhe und Düsseldorf ausgebildete Künstler lernt während eines längeren Aufenthaltes in Paris Gustave Courbet kennen, der sein Werk nachhaltig prägt. Der zwischen München, Frankfurt und Florenz hin und her pendelnde Künstler gehört zu den „Römern Deutschlands“, die in Auseinandersetzung mit der Kunst der Renaissance zeitgenössische Ausdrucksmittel finden, die entscheidend zur Genese des europäischen Symbolismus am Ende des Jahrhunderts beitragen.

Die italienischen Erfahrungen und die von Poussin eingeleitete Tradition der klassischen Landschaft kommen in diesem Gemälde stark zum Ausdruck. Thoma, der dem halluzinatorischen Pantheismus Arnold Böcklins nahe steht, unterscheidet sich jedoch von dem Schweizer Künstler insofern, als dass er das Alltägliche einer ländlichen Szene der mythologischen Welt vorzieht. Was die poetischen Aspekte von Siesta betrifft, so lässt sich das Werk in eine Reihe ländlicher Szenen einordnen, denen Thoma zahlreiche Gemälde gewidmet hat.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter