Edouard Manet
Spargel

Stillleben mit Spargel
Edouard Manet (1832-1883)
Stillleben mit Spargel
1880
Öl auf Leinwand
H. 16,5; B. 21,5 cm
© Musée d'Orsay, dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt

L'asperge [Spargel]


Die amüsante Anekdote in Verbindung mit diesem Gemälde ist altbekannt: Manet verkauft sein Gemälde Ein Bündel Spargel an Charles Ephrussi für 800 Francs. Aber Ephrussi gibt ihm 1000 Francs, weil es ihm so gut gefiel. Aus Dank schenkte Manet ihm noch ein zweites Spargelbild, mit der Bemerkung:„Es fehlt noch eine Sprosse in Ihrem Bündel.“In seiner ursprünglichen Form wurde das Bild im Stile der holländischen Stillleben des 17.
Jahrhunderts auf schwarzem Hintergrund gemalt. Manet vermischt subtil die violetten und grauen Töne des Spargels mit dem marmorfarbenen Hintergrund. Bei der Ausführung dieses Gemäldes ließ er sich von einem Gefühl reinen Vergnügens leiten und es gelingt ihm, diese Leichtigkeit und seinen Sinn für Humor in einem flüchtigen Augenblick festzuhalten. Das veranlasste Georges Bataille wohl zu der Bemerkung: „Dieses Bild ist nicht etwa eine gewöhnliche „Nature morte“, sondern ein heiteres Stillleben.“

Darüber hinaus malt Manet in den 1880er Jahren häufiger Stillleben von kleinem Format, auf denen nur einige Blumen oder Früchte zu sehen sind. Diese Gemälde charakterisiert ein konzentrierter Stil, eine Art Quintessenz der Malerei. Häufig handelt es sich dabei um kleine Geschenke, freundschaftliche, liebevolle Gesten, bei denen oft amüsante Anspielungen im Mittelpunkt stehen.

Manet-Dossier




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