Paul Signac
Straße nach Gennevilliers

Straße nach Gennevilliers
Paul Signac (1863-1935)
Straße nach Gennevilliers
1883
Öl auf Leinwand
H. 73; B. 91,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Route de Gennevilliers [Straße nach Gennevilliers]


Schon zu Beginn 1880 wendet sich der junge Paul Signac urbanen Landschaften zu. Er malt Ansichten von Montmartre und Pariser Vororten, insbesondere von Asnières, wo er mit seiner Mutter lebt. Dieses Bild von einer Vorstadt nördlich von Paris zeugt von diesem Interesse, wenngleich auch das Industriegebiet weitab an der Horizontlinie liegt. Man sieht eine vollkommen vom Menschen gestaltete Landschaft: Im Mittelpunkt steht die Straße mit einigen Schildern und dürren Bäumen.

Diese Straße nach Gennevilliers lässt noch den Einfluss Monets erkennen. Signac hatte die Werke des impressionistischen Meisters 1880 in den Büroräumen der Zeitschrift La Vie Moderne und 1883 anlässlich seiner Ausstellung in der Galerie Durand-Ruel bewundern können. Die flächige Malerei im Vordergrund erinnert an Monets Landschaften um 1870, insbesondere jene, die er während seiner Periode in Argenteuil schuf (1871-1878).
Diese Landschaft ist in thematischer und stilistischer Hinsicht mit den Vorortansichten von Sisley, Pissarro oder Caillebotte verwandt, die zehn Jahre vorher entstanden sind. Folglich kann dieses Werk als eines der letzten impressionistischen Bilder Signacs gelten. Im folgenden Jahr lernt er Seurat kennen und lässt sich von dessen divisionistischer Technik inspirieren.




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