Eugène Boudin
Der Strand von Trouville

Der Strand von Trouville
Eugène Boudin (1824-1898)
Der Strand von Trouville
1865
Öl auf Karton
H. 26,5; B. 40,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La plage de Trouville [Der Strand von Trouville]


Boudin, der in Honfleur geborene Sohn eines Matrosen, gibt auf seinen Gemälden seine Umgebung wieder: die Strände, Schiffe, den ständig wechselnden Himmel der normannischen Küste. Als Motiv dienen ihm auch die elegant gekleideten, mondänen Menschen, die im Zweiten Kaiserreich scharenweise die beliebten Seebäder wie beispielsweise Trouville besuchen. Vor allem die Kleider der Frauen bieten dem Maler bunte Motive, die mit den Blau-, Grau- und Beigetönen kontrastieren, die der Künstler in hunderten von Varianten je nach Witterungsverhältnissen zu Bild bringt.

Hier wählt er einen relativ tiefen Standpunkt, von dem aus das Meer kaum sichtbar ist. Der Wind, gegen den die Figuren und der kleine schwarze Hund ankämpfen, ist jedoch spürbar. Eugène Boudin, der als Vorreiter des Impressionismus den erst siebzehnjährigen Monet in die Pleinair-Malerei einführte, gelang mit diesem Bild eine nach der Natur gemalte Szene, die ihre Stärke insbesondere dem vibrierenden Spiel des Lichts verdankt.




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