Pierre Puvis de Chavannes
Der Traum

Der Traum
Pierre Puvis de Chavannes (1824-1898)
Der Traum
1883
Öl auf Leinwand
H. 82; B. 102 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Le rêve [Der Traum]


Als der Traum von Pierre Puvis de Chavannes 1883 auf dem Salon des artistes français präsentiert wird, steht dazu im Ausstellungskatalog: Der Traum! „Im Schlaf erscheint ihm Liebe, Ruhm und Reichtum.“

Das Bündel zu seiner Seite verweist darauf, dass es sich bei dem jungen Mann, der im Mondschein am Fuß eines Baumes schläft, um einen Reisenden handelt. Im Traum erscheinen ihm drei im sternenklaren Himmel schwebende junge Frauen: die erste hält Rosen der Liebe in der Hand, die zweite hebt den Lorbeerkranz des Ruhmes empor, während die letzte Geldstücke des Reichtums verstreut. Die Landschaft wurde mit sehr sparsamen Mitteln dargestellt. Die Formen der verschiedenen Landschaftsteile sind extrem vereinfacht und werden zu großen farbigen Flächen.

Puvis de Chavannes verwendet eine begrenzete Palette dumpfer Farbtönungen, einzige Lichtquelle ist die Mondsichel. Das Gemälde weist dieselbe plastische Sprache auf, die auch für seine berühmten großformatigen Dekore kennzeichnend ist.
1899 erwirbt Etienne Moreau-Nélaton, ein großer Bewunderer von Puvis de Chavannes, den Traum. Dank der großzügigen Schenkung des Sammlers, geht das Gemälde 1906 in die staatlichen Sammlungen ein.




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