Henri Ottmann
Der Luxemburg Bahnhof in Brüssel

Der Luxemburg Bahnhof in Brüssel
Henri Ottmann (1877-1927)
Der Luxemburg Bahnhof in Brüssel
1903
Öl auf Leinwand
H. 80; B. 110 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot

La gare du Luxembourg à Bruxelles [Der Luxemburg Bahnhof in Brüssel]


Zu Beginn des 20. Jahrhunderts arbeitet Henri Ottmann in Brüssel. Hier präsentiert er 1903 auf der Ausstellung der Libre Esthétique zum ersten Mal drei Ansichten des Luxemburg Bahnhofs, die er bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen (Wind, Frost, Nebel) ausführte. Allem Anschein nach war dieses Gemälde unter den Exponaten.

Den Luxemburg Bahnhof gibt es noch heute. Von dort fahren Züge nach Namur und in die südlichen Gegenden des Landes. Das Werk wurde zweifellos im Freien ausgeführt oder zumindest begonnen. Der Maler wählte als Standort eine Brücke über den Gleisen.
Die Werke, die vor dem Ersten Weltkrieg entstanden, lassen den Einfluss der Impressionisten erkennen. Die Farbgebung erinnert an Renoir, den Ottmann ganz besonders bewundert. Das Signal, das plötzlich im Bild auftaucht, erinnert an Monet (Der Bahnhof Saint-Lazare: Signale, 1877, Hannover, Niedersächsisches Landesmuseum). Durch die Draufsicht entsteht im Vordergrund ein weiter Raum, wo der Künstler eine Ansicht der Gleise gibt.
Ottmanns Bestreben ist es, großformatige dekorative Bilder anhand von modernen Themen zu schaffen. Der Luxemburg Bahnhof in Brüssel ist trotz seines relativ kleinen Formats ein beredtes Zeugnis dafür.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter