José Julio de Souza Pinto
Kartoffelernte

Kartoffelernte
José Julio de Souza Pinto (1856-1939)
Kartoffelernte
1898
Öl auf Leinwand
H. 66,5; B. 81,7 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

La récolte des pommes de terre [Kartoffelernte]


José Julio de Souza Pinto, der von der Azoreninsel Terzeira stammt, kommt schon in sehr jungen Jahren nach Porto (Portugal), wo er mit großem Erfolg ein Kunststudium absolviert. 1880 erhält er ein Stipendium, das es ihm ermöglicht, sein Studium in Paris an der Ecole des Beaux-arts und im Atelier von Alexandre Cabanel fortzusetzen. Im folgenden Jahr stellt er das Porträt eines Landesgenossen auf dem Salon de la Société des artistes français aus, doch schon 1883 widmet er sich der Genreszene. Sowohl seine Motive als die Bearbeitung der Themen verweisen auf den Einfluss des Naturalisten Jules Bastien-Lepage.
Souza-Pinto lässt sich endgültig in Frankreich nieder und verweilt mehrmals in der Bretagne, die ihm als Hintergrund für viele Werke dient. Dies gilt auch für dieses Gemälde, das er 1899 unter dem Titel Kartoffeln an den Salon de la société des artistes français sendet. Das Werk ist stark von einem Bild von Bastien-Lepage beeinflusst, das auf dem Salon 1879 von Erfolg gekrönt war.

Im Vordergrund sieht man einen Jungen und ein Mädchen in einem Reisigfeuer Kartoffeln braten, während in der Ferne einige Bauern mit der Kartoffelernte beschäftigt sind. Das Werk erhält 1901 diesen Titel, als es in die Sammlungen des Musée du Luxembourg eingeht. Diese Darstellung gehört zu den empfindsamen Genreszenen, die sich deutlich von denen realistischer Maler wie Jean-François Millet unterscheiden. Letztere schildern insbesondere die harte Arbeit der Bauern.




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter