Odilon Redon
Caliban

Calibans Schlaf
Odilon Redon
Calibans Schlaf
Kohle auf Chamoispapier
H. 49,9; B. 36,7 cm

Caliban


In den siebziger Jahren, seiner „schwarzen“ Periode (Periode der Kohlezeichnungen) behandelt Odilon Redon literarische, fantastische und hellseherische Themen, in welchen seine metaphysischen Fragen zum Ausdruck kommen. Anfang der achtziger Jahre verwendet er dann wieder Farbe. Caliban, ein Unhold aus William Shakespeares Sturm, ist in Redons Werk eine wichtige Inspirationsquelle. Er hat das Thema mehrfach wieder aufgenommen, unter anderem um 1895-1900 für ein kleines Bild, Der Schlaf des Caliban (Musée d'Orsay).

Redon ist mit dem Darwinismus und den zeitgenössischen wissenschaftlichen Theorien über die Mutationen der Lebewesen bekannt und interpretiert den Mythos des Wilden aus der elisabethanischen Renaissance in dem er diese seltsame, hybride, der Pflanzenwelt eng verbundene Gestalt immer wieder darstellt.
Das Musée d'Orsay besitzt dank der Schenkung Aïri (Sohn des Künstlers) und Suzanne Redons eine außerordentliche Sammlung von Werken Odilon Redons.

Redon-Dossier




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