Edouard Manet
Fünf galoppierende Jockeys

Fünf galoppierende Jockeys
Edouard Manet (1832-1883)
Fünf galoppierende Jockeys
Zwischen 1867 und 1871
Graphit und Aquarell
H. 19,6; B. 26,9 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Gérard Blot

Cinq jockeys au galop [Fünf galoppierende Jockeys]


1864 führt Manet ein Aquarell (Cambridge, Fogg Art Museum) und ein Gemälde (nicht erhalten) aus, auf denen sechs Pferde mit ihren Jockeys kurz vor dem Ziel auf der Rennbahn von Longchamp zu sehen sind. Zum ersten Mal stellte er galoppierende Pferde in Vorderansicht dar. Diese Komposition wird Manet später des öfteren verwenden. Die verschiedenen Versionen illustrieren die für Manet charakteristische Tendenz: seine Vorliebe für Nahansichten und den Verzicht auf Tiefenwirkung bei Motiven, die er schon behandelt hatte.

Mit dem Bild Fünf galoppierende Jockeys scheint der Künstler die letzte Phase der Vereinfachung erreicht zu haben. Auf diesem Aquarell ist das Motiv so sehr vereinfacht und reduziert, dass es keinerlei Tiefenwirkung mehr gibt. Die Anzahl der Pferde – der einzigen Elemente der Komposition - wurde auf fünf verringert. Publikum, Landschaft und Dekor der Werke von 1864 fehlen.
Die dreieckige Masse der Pferde und Jockeys wird durch Schraffierungen abgegrenzt. Dadurch erhält das Bild eine Monumentalität, die keine der anderen Rennszenen von Manet besitzt. Einzig ein kleines Gemälde, das nur dank eines Atelierfotos bekannt ist.

Manet-Dossier




Zeichensatz vergrössern Den Zeichensatz verkleinern Einem Freund schicken Drucken
Facebook
Google+DailymotionYouTubeTwitter