Paul Cézanne
Die Blumentöpfe

Die Blumentöpfe
Paul Cézanne (1839-1906)
Die Blumentöpfe
Um 1883-1887
Bleistift, Gouache und Aquarell auf Papier
H. 23,5 ; L. 30,7 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean-Gilles Berizzi

Les pots de fleurs [Die Blumentöpfe]


Im Park des Anwesens der Familie Cézanne Le Jas de Bouffan in der Gegend von Aix-en-Provence stand ein Gewächshaus. Vermutlich arbeitete Cézanne während der kalten Wintertage, die er in den 1880er Jahren in der Provence verbrachte, in diesem improvisierten Atelier. Dieses Aquarell gehört wahrscheinlich zu den Werken aus dieser Zeit.

Auf einem Regal stehen zehn unterschiedlich große Blumentöpfe nebeneinander. Aus dem Laubwerk und den langen Stengeln ist zu schließen, dass er die Geranien gegen Ende der kalten Jahreszeit malte. Das von links einfallende Licht wird durch die leicht bläuliche Lavierung, die der Maler für die Darstellung der Schatten verwendete, ausgeglichen. In gewisser Weise hält Cézanne auf diesem Aquarell das Licht der Provence an einem Winternachmittag fest.

Dieses Bild gibt uns ausnahmsweise Aufschluss darüber, wo und wann es entstanden ist. Doch die für den Impressionismus charakteristische Vergänglichkeit geht in der poetisch anmutenden Darstellung rasch unter. Die Komposition hat nichts Spontanes. Das Sujet wird von vorn gezeigt, wobei dem Träger des Regals eine zentrale Funktion zukommt. Dadurch, dass manche Töpfe ganz an der Wand stehen, andere am vorderen Rand entsteht der Eindruck von Tiefe. Das ineinander verrankte Laubwerk wirkt natürlich und poetisch zugleich. Dieses vollendete Aquarell vereint sowohl formal als auch inhaltlich die Ideen des Malers.




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