Gustave Doré
Weihnachtsabend

Weihnachtsabend
Gustave Doré (1832-1883)
Weihnachtsabend
Nicht datiert
Aquarell und Höhungen mit Gouache, über Bleistift.
H. 75; B. 51,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR

La nuit de Noël [Weihnachtsabend]


Gustave Doré beginnt seine Karriere als Karikaturist bei der Zeitschrift Journal pour rire im Alter von 15 Jahren. Sein Ansehen als Illustrator verdankt er insbesondere den Holzstichen für die Bibel, die 1866 erstmals erschienen. Er schafft mit seinen unzähligen Zeichnungen ein gewaltiges Bilderrepertoire, das durch seine Erzählfreude, seine realistische Darstellung und fantastisch anmutende Atmosphäre besticht. Auf seinen Aquarellen sind häufig nach der Natur gezeichnete Landschaften zu sehen, die ihm später als Vorlagen für detailliertere Werke dienen.

Weihnachtsabend dagegen ist ein äußerst gelungenes großformatiges Werk. Doré illustriert mit diesem Bild Weihnachten, das Fest der Kinder. Ausgehend von einer realistischen Ansicht der Stadt hoch oben von den Dächern – sie zeigt Ähnlichkeit mit dem Buch London, a pilgrimage, das 1872 in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Blanchard Jerrold entstand – gelingt ihm eine märchenhaft anmutende Szene. Die Hauptfigur des Bildes ist in der Tat ein Engel, der Spielsachen in einen Kamin steckt. Die gefühlvolle Poesie, die dieses Aquarell ausstrahlt, erinnert an seine zahlreichen Illustrationen von Kindermärchen.




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