Edgar Degas
Felsen in Bagnoles-de-l'orne

Felsen im Unterholz in Bagnoles-de-l'orne
Edgar Degas (1834-1917)
Felsen im Unterholz in Bagnoles-de-l'orne
Um 1867
Aquarell
H. 22; B. 19 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Thierry Le Mage

Rochers sous-bois à Bagnoles-de-l'orne [Felsen im Unterholz in Bagnoles-de-l'orne]


1860 fährt Degas zum ersten Mal in das Landhaus Ménil-Hubert in der Normandie, das seinem Freund Paul Valpinçon gehört. Dort malt er seine ersten Bilder von Pferderennen und führt in einem Skizzenheft zahlreiche Zeichnungen des benachbarten Gestüts le Pin und der hügeligen Umgebung des Dorfes Exmes aus. Von Ménil-Hubert sind Ausflüge in die Ebene von Argentan oder nach Bagnoles-de-l'orne und in die normannische Schweiz möglich. Diese Felsstudie entsteht vermutlich um 1867, während er an einem seiner berühmtesten Gemälde arbeitet: Fräulein Eugénie Fiocre in dem Ballet „Die Quelle” (New York, The Brooklyn Museum). Wahrscheinlich dienten die Felsstudien Degas für die Ausführung des Untergrunds seines Gemäldes.
Wenn man weiß, wie selten sich Degas der Landschaft und dem Aquarell widmete, dann kann man ermessen, wie wichtig dieses Werk, das nur wie eine Skizze wirken könnte, ist. Der kühne Bildausschnitt – die Felsmassive nehmen das gesamte Blatt ein -, der subtile Einsatz des Aquarells, das die Dichte des Steins und die unterschiedliche Wirkung der Vegetation wiedergibt, sind ohnegleichen in seinem Werk. Diese Charakteristika erinnern eher an die nahezu abstrakten Monotypen der 1890er Jahre als an die seltenen und meist gewöhnlicheren Landschaften der 1860er Jahre.




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