Pierre Bonnard
Verzierter Teller

Verzierter Teller
Pierre Bonnard (1867-1947)
Verzierter Teller
Zwischen 1906 und 1910
Fayence
H. 25,5; B. 25,5 cm
© ADAGP, Paris - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Liegender Hund (Ausschnitt)

Assiette décorée [Verzierter Teller]


Einige der Nabis wie beispielsweise Maillol, Rippl-Rônai, Vuillard und Bonnard folgen dem Beispiel Gauguins und widmen sich mit Freude der Keramik. Ihr Bestreben ist es unter anderem, die Hierarchie zwischen den sogenannten höheren Künsten (Malerei, Bildhauerei und Architektur) und den niederen Künsten, der angewandten Kunst, abzuschaffen. Sie streben eine Verbindung zwischen dem alltäglichen Leben und der Kunst an, indem sie Gebrauchsgegenstände herstellen, die günstig verkauft werden sollen. Die Nabis fertigen alle möglichen Gegenstände an: Wandschirme, Fächer, Lampenschirme, Tapeten, Glasfenster, Wandteppiche und Keramiken.

Dieser von Bonnard dekorierte Teller stellt die Silhouette einer nackten Frau mit einem Hund zu ihren Füßen dar. Die Studie, die für die Darstellung des Tieres ausgeführt worden war, wird gemeinsam mit dem Teller auf der Ausstellung präsentiert. Der „japanbegeisterte” Nabi war im Gegensatz zu Rippl-Rônai oder Vuillard nur selten im Bereich der Keramik tätig. Dadurch, dass das Stück eine relativ unbekannte Facette von Bonnards Kunst darstellt, ist es von noch größerem Interesse .




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