Adolf Loos
Stuhl

Stuhl
Adolf Loos (1971-1933)
Stuhl
Um 1898
Buche, gebogen, gebeizet und lackiert, geflochtene Sitzfläche
H. 87; B. 42,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Konstantinos Ignatiadis

Chaise [Stuhl]


Erst nach rund fünfzig Jahren wird den dampfgebogenen Holzmöbeln von Michael Thonet, die sich sehr gut verkauften, die ihnen gebührende Anerkennung zuteil. Um die Jahrhundertwende erhalten diese seit vielen Jahren bewährten Möbel von den großen Wiener Architekten eine neue Funktionalität. Das gebogene Holzmobiliar fügt sich tatsächlich hervorragend in ihr Programm für Gebrauchskunst ein.

Adolf Loos wendet sich als Erster diesem praktischen, preiswerten Mobiliar zu, als er in Wien mit der Einrichtung des Café Museums betraut wird, das durch seine Schlichtheit besticht. Loos verwendet den 1849 von Thonet entworfenen Bistrostuhl und den von Kohn - Thonets größtem Konkurrenten - per Katalog vertriebenen Tisch.
Das Café Museum gibt es noch heute und das genannte Stuhlmodell ist noch immer in Gebrauch.




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