Alexandre Charpentier
Klotho

Clotho
Alexandre Charpentier (1856-1909)
Clotho
1899
Bronze patiné
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR

Clotho [Klotho]


Charpentier zeichnet sich schon bei seinen ersten Ausstellungen auf dem Salon als ein Meister des Flachreliefs aus. Seine Medaillen und Plaketten, die vertraute oder symbolistische Motive darstellen, zeugen von seiner einzigartigen Kunstfertigkeit. Seine kleinen Figuren, deren feines Relief erstaunlich ausdrucksstark wirkt, muten lebendig und empfindsam an. Seine zahlreichen Bronzeplaketten bringen ihm einen dauerhafteren Erfolg ein, als seine monumentalen Werke.

Sie sind patiniert oder vergoldet, aus Bronze, Zinn, Keramik, geprägtem Leder, gaufriertem Papier und erfüllen oftmals eine rein dekorative Funktion.
Die Reliefs weisen unterschiedliche Formen auf (rechteckig, rund, oval, achteckig) und werden vor allem von der Schlosserfirma Fontaine als Türbeschlag, Türgriff, Treibriegelverschluss für Fenster herausgegeben. Manchmal sind sie auch als Verzierung für Möbel oder wie hier für Gegenstände bestimmt. Die Plakette Clotho wurde für den Sockel einer Uhr aus Holz und vergoldeter Bronze, die in Zusammenarbeit mit Tony Selmersheim angefertigt wurde, zugeschnitten. Als Vorlage diente der Mythos der drei Parzen, die den Lebensfaden der Menschen spinnen (Klotho), abwickeln (Lachesis) und durchschneiden (Atropos).
Diese Kreation weist darauf hin, wie sehr sich Charpentier zwischen 1890 und 1900 für die Erneuerung der Kunst in Haushaltsgegenständen einsetzte.




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