Jules Brateau
Die Künste

Die Künste, Wasserkrug
Jules Brateau
Die Künste, Wasserkrug
zwischen 1887 und 1889
Zinn, gegossen und ziseliert
H. 34; B. 13 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Die Künste, Wasserkrug
Die Künste, Wasserkrug
Die Künste, Wasserkrug
Die Künste, Tablett
Die Künste, Tablett
Die Künste, Tablett
Die Künste, Tablett

Les arts [Die Künste]


Der Bildhauer, Goldschmied, Juwelier und Zinngießer Jules Brateau erhielt auf der Weltausstellung 1889 für diese Kanne mit Tablett aus gegossenem, ziseliertem Zinn eine Goldmedaille. Das Stück galt als eines der besten der Ausstellung. Es bestach insbesondere durch seine Ausgewogenheit, den geschmackvollen Dekor und das wohldurchdachte Relief. Das Modell steht in der Tradition der französischen Renaissance, es wurde zwischen 1887-1889 geschaffen. Auf dem Bauch des Kruges ist Pallas-Athena von der Dichtung und Wissenschaft umgeben; unter dem Schnabel befindet sich die Inspiration, sie hält ein Gefäß, aus dem die nie versiegende Quelle des Schönen sprudelt; die Figur auf dem Henkel repräsentiert die Wahrheit. Die Personifizierung des Ruhmes in der Mitte des Tabletts hält einen Palmwedel und eine Trompete, die vier weiblichen Figuren symbolisieren die Künste: Malerei, Bildhauerei, Architektur und Musik. Die Putten tragen Banderolen, auf denen die Namen der großen Persönlichkeiten der Menschheit und der Künste geschrieben stehen.

Jules Brateau wurde 1894 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, er war 1900 Mitglied der Jury der Weltausstellung und galt unter Seinesgleichen als der Meister, der der Zinnkunst in Frankreich zu neuem Ansehen verhalf.




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