René Lalique
Duftflakon

Duftflakon
René Lalique (1860-1945)
Duftflakon
Zwischen 1900 und 1902
Bleikristall-Imitation: Geblasenes Glas im Wachsausschmelzverfahren gegossen, Fassung aus gepunztem Schmelzgold
© ADAGP - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Christian Jean

Flacon à senteur [Duftflakon]


Der Goldschmied und Glaskünstler René Lalique versuchte Glas in die Fertigung von Schmuckstücken mit einzubeziehen und ließ sich dabei von Emile Gallé beraten. Von ihm übernahm er auch die Vorliebe für Motive aus der Wasserwelt, eine Thematik in perfektem Einklang mit dem gläsernen Material. Lalique hat Gallé jedoch nicht nur imitiert, er entwickelte eigene komplexe Verfahren, die er der Sphäre der Bildhauerei entlehnte und die darin bestehen, über das Wachsausschmelzverfahren auf der Glasinnenseite ein Motiv, hier vier Fische, zu kreieren.
Das farblose Glas sieht aus wie Bergkristall und seine eiförmige Gestalt erinnert an einen Tintenfisch.
Auf der Fassung aus gepunztem Schmelzgold sind Algen im Rokokostil abgebildet.




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