Georges Bastard
Gerstenähre

Gerstenähre
Georges Bastard
Gerstenähre
1911
Durchbrochener Fächer
H. 21,4; B. 38,7 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / René-Gabriel Ojéda

Epis d'orge [Gerstenähre]


Georges Bastard war der Sohn einer alten Drechslerfamilie: sein Großvater Bastard-Lannoy war auf Edelhölzer, Elfenbein und andere Materialien spezialisiert, die für die Herstellung von Dame- und Schachbrettern verwendet wurden. Auf der Weltausstellung in Paris 1867 wurde sein Fächergestell Diana im Bade von Erfolg gekrönt. Nach seiner Ausbildung an der Schule für angewandte Kunst in Paris nahm er ab 1902 regelmäßig am Salon de la Société des Artistes français teil, wo er sich durch seine aus feinsten Materialien wie Perlmutt, Schildpatt und Elfenbein gefertigten Arbeiten auszeichnete. Er realisierte zahlreiche Dosen, Brieföffner, Bonbonnieren, Schalen, Schmuckstücke und insbesondere Fächer wie beispielsweise Gerstenähre, der 1911 auf dem Salon de la Société des Artistes français ausgestellt wurde.

Die Fächerlamellen wurden gänzlich ohne die Verwendung von Stoff gefertigt, sie bestehen nur aus äußerst fein gearbeiteten und gravierten Ähren aus Horn und eingelegtem Perlmutt. Das Licht verleiht ihnen eine warme goldgelbe Tönung und durch das Material einen erstaunlichen Glanz.

Der Fächer erhielt sehr positive Kritiken und wurde 1912 vom Staat für das Musée du Luxembourg erworben. Bastard war nicht nur ein bedeutender Vertreter des Jugendstils, er war in den 20er und 30er Jahren auch ein einflussreicher Künstler des Art Déco und der Union des Artistes Modernes.




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