Louis Comfort Tiffany
Favrile Glass

Vase
Louis Comfort Tiffany (1848-1933)
Vase
1900
Favrile Glass
H. 17,5; geöffneter D. 7,4 cm
© DR - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / René-Gabriel Ojéda

Favrile Glass


Louis Comfort Tiffany, der Sohn von Charles Tiffany, der das legendäre New Yorker Silber- und Juweliergeschäft Tiffany and Co gründete, beginnt seine Laufbahn als Maler und Innendekorateur, bevor er sich der Glaskunst zuwendet. 1893 gründet er die nach ihm benannte erste Glashütte, die in den folgenden Jahrzehnten zahlreiche Gegenstände, Glasmosaike und Beleuchtungskörper erzeugt. Vor allem ist er aber mit seinen „Favrile-Glass-Kreationen“ in die Geschichte eingegangen, dem Markenzeichen der Glaskunst von Tiffany. Das Wort ist von einem altenglischen Ausdruck des 17. Jahrhundert „fabrile“ abgeleitet und bedeutet soviel wie „handgefertigt“, somit wird nachdrücklich an die Stellung des Gewerbes und an die kunsthandwerklichen Techniken dieser Zeit erinnert.
Tiffany versucht den irisierenden Effekt der antiken Gläser nachzuahmen, den perlmuttartigen Glanz erzielt er durch Beimischung von Metallsalzen in die Glasschmelze. Auf der vorliegenden Vase werden Goldspäne, weißes Filigran und ein Zaunwindendekor zu seltener Eleganz kombiniert.
Diese Vase ist 1901 für das Musée du Luxembourg von dem berühmten Kunsthändler Siegfried Bing gekauft worden, dessen in der Rue de Provence eröffnete Galerie L'Art nouveau die Einführung von zeitgenössischen internationalen Kunstgegenständen nach Frankreich begünstigt. Sie ist wahrscheinlich auf der Pariser Weltausstellung von 1900 ausgestellt worden, auf der Tiffany einen großen Erfolg erzielte.




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