Pierre Auguste Renoir
Hymne an das Leben

Hymne an das Leben
Pierre Auguste Renoir (1841-1919), Richard Guino (1890-1973)
Hymne an das Leben
1914
Bronze, Cire-perdue-Technik
H. 71; B. 51,2; T. 27,5 cm
© ADAGP - RMNRMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Hymne à la vie [Hymne an das Leben]


Gegen Ende seines Lebens lässt sich Renoir in Cagnes-sur-Mer in Südfrankreich nieder. Trotz seiner Lähmung widmet sich Renoir der Bildhauerei. Der Kunsthändler Ambroise Vollard präsentiert ihm Richard Guino, einen Schüler von Maillol. Von 1914 bis 1918 führt Guino unter der Anleitung von Renoir Skulpturen aus, die die Themen seiner Gemälde wieder aufnehmen: Porträts von Familienangehörigen oder Akte, wie für diese Standuhr, auf der ein Mann und eine Frau einem Kind huldigen.
Zeichnungen und Skizzen des Malers dienen Guino als Vorlage für seine dreidimensionalen Werke. Da Vollard den zukünftigen Erfolg der Skulpturen ahnt, will er sicher stellen, dass nur er für ihre Auflage und die Abgüsse in Bronze zuständig ist. Er schränkt die Rolle Guinos so weit wie möglich ein. Nach einem langwährenden Verfahren wird ihm 1973 endlich die Miturheberschaft zugesprochen.

Es gibt zwei Fassungen von dieser Uhr, die zwischen 1914 und 1917 entstanden ist. Dieses Exemplar entspricht der ersten Version, die serienmäßig von Bisceglia gegossen wurde. Mit diesem Werk kehrt Renoir zu seinen Anfängen als Dekorateur zurück: Er hatte seine Laufbahn als Porzellanmaler begonnen.




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