Emile Reiber
Kaffeekanne

Kaffeekanne
Emile Reiber (1826-1896), Christofle & Cie (Pariser Goldschmiede, ab 1845)
Kaffeekanne
Um 1867
Kupfer, vergoldet und emailliert
H. 19,7 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Kaffeekanne

Cafetière [Kaffeekanne]


Auf der Weltausstellung 1867 sind in der europäischen Goldschmiedekunst neben Objekten aus Email champlevé oder Maleremail in der Tradition des Mittelalters oder der Renaissance nun auch Gegenstände aus dem von China und Japan entlehnten Email cloisonné zu sehen.

Die französische Firma Christolfe ist dank Emile Reiber, dem Leiter der Zeichenwerkstatt und dank Antoine Tard, einem herausragenden Techniker, führend auf diesem Gebiet. Die von Reiber entworfenen Modelle führen orientalische Formen, Motive und Techniken in dem Pariser Unternehmen ein.

Die berühmte Silberschmiede begeistert sich für die auserlesenen Objekte aus Japan und widmet sich nun auch der Bronze und dem Email. Gegen Ende des Zweiten Kaiserreichs entwickelt sie eine Kollektion von Kunstgegenständen, deren feiner, naturalistischer Dekor durch Emaillierung oder farbige Patina polychrome Effekte erhält.
Diese Kaffeekanne gehört zu den ersten Werken. Form und Farbgebung sind chinesisch inspiriert, doch das Motiv, die Enten und Mäuse, lassen schon die aufkommende Begeisterung für die japanische Kunst erkennen.




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