René Lalique
Mohnblume

Mohnblume
René Lalique (1860-1945)
Mohnblume
1897
Or, argent, diamants brillantés, émail cloisonné et à jour, translucide mat et opaque brillant
H. 7; B. 23,5; T. 10,5 cm
© ADAGP, Paris © RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / René-Gabriel Ojéda

Pavot [Mohnblume]


„Diese Blume erscheint so echt und lebendig, dass man den Eindruck gewinnt, ein Hauch könnte ihr Verwelken bewirken“, schrieb ein zeitgenössischer Kritiker 1897 anlässlich der Ausstellung dieses Werkes auf dem Salon der Société des Artistes français.

Die feine Zeichnung wird durch eine vollendete Technik wiedergegeben. Bei der goldenen Blütenkrone auf dem Silberstil wurde transluzides und mattes Zellenemail und Email à jour verwendet. „Aus dieser Blütenkrone ragt der Kopf einer Mohnblume aus blauem, staubfeinem Email, auf das eine Diamantenkrone ihren Schatten wirft. Die zahlreichen Staubgefäße schließen mit einem Punkt schwarzen Emails ab, der diese seltene Harmonie vollendet“. Das Objekt ist in sieben Elemente zerlegbar: Stil, vier Blütenblätter, Staubgefäße und Stempel.

Emile Gallé begrüßte René Lalique als den Erfinder des „modernen Schmucks“, der die Juwelierkunst revolutionierte, indem er seine Inspiration aus der Pflanzenwelt schöpfte und Edelsteine zusammen mit bisher unüblichen Materialien wie Horn, Glas und Email verarbeitete.  




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