Frédéric-Jules Rudolphi
Entwurf für eine Vase

Entwurf für eine Vase im byzantinischen Stil
Frédéric-Jules Rudolphi
Entwurf für eine Vase im byzantinischen Stil
1855
Bleistift, Feder und Aquarell
H. 39; B. 26,3 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski

Projet de vase de style byzantin [Entwurf für eine Vase im byzantinischen Stil]


Die Werke Rudolphis, eines dänischen Goldschmieds, der sich in Paris niedergelassen hat, rufen auf Grund ihrer meisterhaften Zeichnung und Ausführung unter seinen Zeitgenossen große Bewunderung hervor. Seine Kreationen bestechen insbesondere durch die ungewöhnliche Verbindung von Quellen aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Orient sowie durch gewagte Kombinationen verschiedenster Werkstoffe und Techniken. Viele seiner Werke sind heute verschwunden, doch sein Catalogue des objets d'orfèvrerie artistique vermittelt eine Vorstellung von seinen Arbeiten, für die er gern Halbedelsteine und geschnitztes Elfenbein verwendete.

Dieser Entwurf für eine Vase stammt aus dem grafischen Bestand seines Ateliers. Das Stück wurde 1855 auf der Weltausstellung präsentiert und im folgenden Jahr vom Museum of Ornamental Art von London (dem späteren Victoria & Albert Museum) erworben.
Die diskrete Polychromie des Halses, Bauchs und Fußes in Form von zarten roten, gelben und blauen Ranken suggeriert einen emaillierten Dekor. Doch dem ist nicht so. Rudolphi spielt mit der Farbgebung und der unterschiedlichen Oberflächenbearbeitung der Metalle – durchbrochener Stahl, Gold - und Silbertauschierung, ziseliertes Silber – und fügt vereinzelt einige Türkise, Smaragde und Rubine ein.




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