René Lalique
Puderdose

Puderdose
René Lalique (1860-1945)
Puderdose
Vor 1909
Kristall, geschliffen und graviert, Silber getrieben und gepunzt, Glasblatt, graviert und mattiert
H. 11; B. 9,8 cm
© ADAGP, Paris - Musée d'Orsay, dist RMN-Grand Palais / Jean-Jacques Sauciat


Toilettengarnitur

Boîte à poudre [Puderdose]


Lalique schuf zahlreiche ausgesuchte einzelne Toilettengegenstände. Doch diese Puderdose war Teil einer Garnitur; vor 1910 bildete ein solches Ensemble eine Ausnahme im Werk des Glaskünstlers. Es umfasste eine große Seifendose, einen Handspiegel, eine Haarbürste und eine zweite, kleinere Puderdose, die sich auch in den Sammlungen des Musée d'Orsay befinden. Ursprünglich gehörten noch ein Spiegel und eine Bürste mit Griff dazu, die heute allerdings verloren gegangen sind.

Aufgrund der Verwendung von eingefärbtem, modelliertem Glas, satiniertem, gepunztem und ziseliertem Silber, geschliffenem und graviertem Kristall weist diese Garnitur Ähnlichkeit mit den Schmuckstücken auf, in die Lalique ab 1890 Glaselemente integrierte. Doch das Werk besticht durch seinen nüchternen, suggestiven Stil: einzig ein paar vereinzelte Rosenblätter, die ein kaum wahrnehmbares Gelb auszeichnet und die regelmäßige Linienführung der Dornen besetzten Rosenstiele ergänzen die Harmonie in Weiß des Ensembles.




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