Peter Behrens
Esszimmermobiliar

Bank
Peter Behrens (1868-1940)
Bank
1901
Pappel, weiß lackiert, Sitzpolster aus rotem Leder
H. 107; B. 120,5; T. 51 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Stuhl
Stuhl
Sessel
Sessel
Bank
Stuhl

Mobilier de salle à manger [Esszimmermobiliar]


Ernst Ludwig, Großherzog von Hessen und Enkel von Königin Viktoria, möchte die kleine deutsche Stadt Darmstadt zur regionalen Hauptstadt machen. 1898 beauftragt er Joseph Maria Olbrich, einen bekannten Wiener Architekten, mit dem Bau einer Künstlerkolonie, die als Prototyp eines neuartigen Siedlungstypus gelten wird.

1901 werden sieben neue Häuser eingeweiht. Sechs davon sind Olbrichs Werk und eines geht auf Peter Behrens zurück, ein vielversprechendes, damals noch so gut wie unbekanntes Talent. Der Maler hatte sich erst vor kurzem dem Kunstgewerbe zugewandt. Jedem dieser Häuser liegt das gleiche Prinzip zugrunde: großflächige Öffnungen, sehr helles Licht, vorwiegend Weißtöne, Möbel und Geschirr mit geraden, fließende Linien. Diese drei Prototypen gehören zu einer neunteiligen Esszimmereinrichtung: eine Bank, vier Sessel für die Damen, vier Stühle für die Herren, und waren für das Haus des Künstlers Behrens angefertigt worden.

Das Holz ist aus lackierter Pappel, das Sitzpolster aus rotem Leder. Die Sitze zeichnen sich durch ausgestellte Beine, leicht geschwungene Armlehnen und stark durchbrochene Rückenlehnen aus. Sie bestechen durch ihre elegante Nüchternheit.




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