Lucien Hirtz
Dose

Dose
Lucien Hirtz (1864-1928)
Dose
Zwischen 1914 und 1919
Gedrechseltes Holz, Email auf Kupfer, Goldplättchen
H. 2,7; B. 7,4 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Dose

Boîte [Dose]


Lucien Hirtz, der für bedeutende Juweliere wie Falize oder Boucheron Schmuckstücke und Kunstgegenstände entwarf, war einer der herausragendsten Emailmaler des beginnenden 20. Jahrhunderts. Unter den regelmäßigen Einsendungen an den Salon zwischen 1896 und 1913 befanden sich sowohl weibliche Erscheinungen – Fröhlichkeit, Die Najaden, Glanz von Edelsteinen – als auch rein naturalistische Motive: Blattwerk und Insekten, Algen und Fische, Pfauenfedern…

Hirtz bleibt selbst nach der Jahrhundertwende den Themen des Art Nouveau treu. Den Deckel dieser Dose zieren Nadeln und Tannenzapfen. Schon vor ihm dienten Nadelbäume als Inspirationsquelle für Kreationen großer Meister des Art Nouveau wie René Lalique oder Lucien Bonvallet. Die runde Dose und der in einer Wirbelbewegung begriffene Emaildekor bieten eine stilisiertere Variante dieses Pflanzenmotivs, das an die japanische Kunst erinnert.




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