Camille Naudot
Schale Schneebälle

Schale Boules de neige [Schneebälle]
Camille Naudot (1862-1938)
Schale Boules de neige [Schneebälle]
1903
Weichporzellan, transparentes durchbrochenes Email auf Porzellan, erhabene Goldhöhungen
H. 85; B. 10,8 cm
© RMN-Grand Palais (musée d'Orsay) / Konstantinos Ignatiadis

Schale Boules de neige [Schneebälle]


Camille Naudot, der Sohn eines Porzellanhändlers, besucht die Ecole de Sèvres und wird um 1889 Nachfolger seines Vaters. Um seine Forschungen zum Weichporzellan fortzusetzen, gründet er 1893 in Le Raincy ein Unternehmen und einen Verkaufsladen in der Rue Auber 10 in Paris. Er hat eine neuartige, feine Weichporzellanmasse entwickelt und bemüht sich nun, das Weichporzellan des 18. Jahrhunderts nachzubilden. Die Kundschaft ist hocherfreut, ihre Serviceteile wieder ergänzen zu können. Er spezialisiert sich auf die Herstellung des Reiskorndekors, das dem chinesischen Porzellan nachempfunden ist. Das hier präsentierte Stück aus dem Jahr 1903 ist ein wunderschönes Beispiel dafür. Die kleinen durchbrochenen Öffnungen im Porzellan werden mit transparenten Emaillen ausgefüllt, der Dekor wird durch Emaille auf Pâte und erhabene Goldhöhungen ergänzet. Camille Naudot wurde auf der Weltausstellung 1900 in Paris mit der Goldmedaille und auf den Ausstellungen in Sankt Petersburg 1901 und 1908 in London mit dem Grand Prix ausgezeichnet.




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