Hector Guimard
Sofa eines Rauchsalons

Sofa eines Rauchsalons
Hector Guimard (1867-1942)
Sofa eines Rauchsalons
1897
Jarrah-Holz, ziseliertes Metall, modernes Polster
H. 260; B. 262; T. 66 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / K. Ignatiadis

Banquette de fumoir [Sofa eines Rauchsalons]


In Frankreich gilt Hector Guimard als der wichtigste Vertreter des Jugendstils, dessen Forderung darin bestand, Architektur, Mobiliar und Dekor einheitlich zu gestalten. Die dekorative Innenausstattung oder das Möbelstück darf nicht vom Raum isoliert werden, sondern muss vollkommen mit dem Stil des Hauses verschmelzen. Guimard, der die berühmten Pariser Metroeingänge entwarf, wendet dieses Prinzip auf eine seiner größten Realisierungen an: das Castel Béranger im 16. Arrondissement in Paris, für das er alle Möbel entwirft.

Kennzeichnend für den Jugendstil sind auch die floralen Ornamente; hier bei diesem assymetrischen Sofa gleicht ein Fuß einem Baumstamm, aus dem lianenähnliche Zweige wachsen.

Wie anhand der kleinen, fast schwebenden Vitrine mit dachförmigem Regal zu erkennen ist, wurde dieses ungewöhnliche, beinahe extravagante Möbelstück für die Ecke eines Raumes angefertigt. Das ursprünglich bestickte Polster musste erneuert werden.




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