Emile Gallé
Stuhl Die drei Ähren

Stuhl Die drei Ähren, Salon Die Felder
Emile Gallé (1816-1904)
Stuhl Die drei Ähren, Salon Die Felder
1898
Nussbaum, Originalpolster aus Ziegenleder
H. 111,5; B. 44,5 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / René-Gabriel Ojéda


Stuhl Die drei Ähren, Salon Die Felder

Chaise Les trois-épis, salon Les champs [Stuhl Die drei Ähren, Salon Die Felder]


„Meine Wurzeln sind tief im Wald” verkündet das Portal, das Emile Gallé 1897 an seinen Tischlerwerkstätten anbringt: Dieses Glaubensbekenntnis illustriert er auf der Weltausstellung 1900 mit seinem Salon Die Felder.
Im November desselben Jahres veröffentlicht er einen Artikel zum Thema „Zeitgenössisches Mobiliar, dessen Verzierungen der Natur entnommen sind”, er präsentiert die Sitzbank und einen Stuhl dieses Salons mit der vielsagenden Legende: „Salonmöbel, die Getreide, Mohnblumen, Kartoffelblüten, Weizen im Mai nachempfunden sind mit Polstern aus gesprenkeltem Leder”. Er schreibt „Wer könnte uns daran hindern, für die Dekoration der Rückseite eines Sofas das Thema Getreide und seine Blüten zu verwenden [...] Wenn wir statt einer Polsterung aus Stoff eine Lehne aus Holz in Durchbrucharbeit anfertigen, dann könnten die geschnitzten Elemente Weizenhalmen nachempfunden sein, die sich im Wind wiegen oder die sich unter der Last der reifen Körner biegen”. Hier spricht sowohl der Botaniker als auch der Dichter. Die Kapseln der Mohnblumen, die die Weizenfelder beleben, wirken wie die Signatur von Gallés Mobiliar.




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