Gebrüder Thonet
Stuhl N° 4

Stuhl N° 4
Brüder Thonet
Stuhl N° 4
Zwischen 1881 und 1890
Geschwungenes Buchenholz, mahagonifarben gebeizt
H. 93,5; B. 42; T. 52 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Konstantinos Ignatiadis

Chaise n°4 [Stuhl N° 4]


Dieses Möbelstück besteht aus gedämpften, in Bogenform geschwungenen Buchenholzlatten, die anschließend getrocknet, abgeschliffen - eventuell gebeizt und lackiert – und zum Schluss mit Schrauben und Muttern zusammengebaut werden. Dieses Verfahren ist 1841 von Michael Thonet entwickelt worden, der 1849 den endgültigen Prototypen für das Wiener Café Daum entwirft: Rückenlehne und rückwärtige Beine aus einem Stück, runde Sitzfläche aus Rohrgeflecht oder Sperrholzplatte, Vorderbeine anmontiert.
Er leitet die industrielle Produktion von Serienteilen ein, die der Konstruktion zahlreicher Modelle dienen: Besonders hervorgetan haben sich der 1859 entworfene Bistrostuhl N° 14, der bis 1903 in 45 Millionen Exemplaren reproduziert wird. Ab 1861 eröffnen die Gebrüder Thonet Filialen in allen europäischen Großstädten.

1869 verliert Thonet seine Monopolstellung: Konkurrenzfirmen entstehen und kopieren die beliebtesten Modelle. J. & J. Kohn lässt seine Möbel von Architekten entwerfen; darauf antwortet Thonet mit einer Erweiterung seiner Produktion mit 1200 verschiedenen Modellen. Der Erste Weltkrieg hat einen rapiden Produktionsabstieg zufolge. Das Haus Thonet ist stets innovativ und existiert heute noch in Wien.




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