Christopher Dresser
Suppenterrine

Suppenterrine
Christopher Dresser (1834-1901)
Suppenterrine
Um 1888
Metall, versilbert, Holz
H. 21; B. 31 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR


Suppenterrine

Soupière [Suppenterrine]


Die Bedeutung des Briten Christopher Dresser ist auf seine herausragende Stellung unter den Industriedesignern des viktorianischen Zeitalters zurückzuführen. Er ist einer der Künstler, der sich des durch die Industrie eingeleiteten Aufschwungs bewusst geworden ist. Dank seiner Begeisterung für den technischen Fortschritt engagiert er sich für die Serienfertigung und wird so quasi zum Vater des Industriedesigns. Der ausgebildete Botaniker und Zeichner macht sich den damaligen Eklektizismus zunutze. Er entwirft schlichte Formen und Motive, die Formen sind dem jeweiligen Werkstoff angepasst.

An seinen Metallobjekten tritt sein synthetischer Ansatz ganz besonders deutlich zutage. Seine Goldschmiede- und Dinanderiearbeiten lassen erkennen, dass er mit minimalen Mitteln eine größtmögliche Wirkung erzielte. Die Objekte zeichnen sich durch ihre streng geometrischen Volumina aus, die jeglicher Verzierung entbehren.
Diese halbrunde Suppenterrine wurde am 28. Juli 1880 patentiert. Durch das glatte, glänzende Metall wirkt die stark vereinfachte Form, die eine Hommage Dressers an das japanische Kunsthandwerk ist, nahezu herausfordernd. Auch die Details sind sorgfältig durchdacht – insbesondere die eckigen Griffe und die schrägen Füße.




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