Emile Reiber
Teekanne

Teekanne
Emile Reiber (1826-1893), Christofle & Cie
Teekanne
Um 1882
Metall, versilbert, Elfenbein
H. 12; B. 24,8 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / René-Gabriel Ojéda

Théière [Teekanne]


Reiber entwarf diese Teekanne in Tiergestalt in Anlehnung an eine japanische Bronze aus der Sammlung von Henri Cernuschi (1821-1896), einem reichen italienischen Bankier, der sich in Paris niedergelassen hatte und eine umfassende Sammlung fernöstlicher Kunstgegenstände besaß. Sie zeugt von dem Humor, mit dem sich die Künstler im ausgehenden Jahrhundert von den unglaublichsten japanischen Sujets inspirieren ließen. Emile Reiber, der schon um 1860 die japanische Kunst entdeckt, begeistert sich für die japanischen Bronzestücke der Cernuschi Sammlung, aus der er 1877 einige Entwürfe im Premier volume des albums de Reiber veröffentlicht.
Als er bei Christofle als Leiter der Werkstatt für Entwurf und Gestaltung tätig ist, erinnert er sich besonders an die glatten, eiförmigen Räuchergefäße. Er schreibt, „Gebrauchsgegenstände, die direkt nach der Natur entworfen wurden, [...] werden in Zukunft zur Ausschmückung und Verschönerung des Heims dienen. Dies würde zu einer wirklichen „Volkskunst” führen, die sich durch ihre schlichte, naive und unkomplizierte Ausführung auszeichnen würde“.




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