Worcester Royal Porcelain Co.
Tablett, Service Bristol

Tablett, Service Bristol
Worcester Royal Porcelain Company
Tablett, Service Bristol
1880
H. 49,7; B. 46,6 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / DR

Plateau, service Bristol [Tablett, Service Bristol]


Das Ansehen der Manufaktur von Worcester, die auf den Weltausstellungen von 1873, 1876 und 1878 glänzende Erfolge verzeichnen kann, ist großteils auf die Persönlichkeit von Richard William Binns zurückzuführen, der 1862 die Leitung übernommen hatte. Die von ihm entwickelte Produktion zeugt von seiner Bewunderung für den Orient. Er greift auf persische, indische, chinesische und japanische Quellen zurück.
Schon auf der Wiener Ausstellung 1875 fallen die japanisch inspirierten Stücke von Worcester auf. Drei Jahre später kauft Binns auf der Ausstellung in Philadelphia zahlreiche japanische Keramiken, die er als Vorlagen verwenden will.

Seine Begeisterung für die japanische Kunst kommt in allen möglichen originellen Objekten zum Ausdruck. Auch dieses Tablett, das durch seinen abstrakten, monochromen Dekor besticht – ineinander übergreifende Scheiben, die den Motiven ähneln, die Thomas Cutler in seiner Grammar of Japanese Ornaments im selben Jahr veröffentlichte-, illustriert den von Godwin entworfenen geometrischen anglo-japanischen Stil, der durch die Produktion der Manufakturen zwischen 1878 und 1880 bekannt wird. Dieses Tablett, das sich durch seine relativ ungewöhnliche Ausführung auszeichnet, gehörte vermutlich zu dem Service Bristol, das eine Teekanne, ein Milchkännchen, eine Zuckerdose, eine Schale und sechs Tassen umfasste. Es wurde auf einen drehbaren Sockel gestellt, der merkwürdigerweise Lazy Susan hieß.




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