Emile Gallé
Vase

Vase
Emile Gallé (1846-1904)
Vase
Modell aus dem Jahre 1900
Mehrschichtiges Glas, Oberfläche marmoriert und teilweise getrieben, Glasintarsien, Glasschliff
H. 24,5; B. 15 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Vase

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Im Frühjahr 1898 erwirbt Emile Gallé ein Patent für seine Technik der Glasintarsien. Die Technik bestand darin, in die noch weiche Glasmasse Glasfragmente verschiedener Stärke, Form und Farbe einzufügen. Zusammen mit der Mehrschichtigkeit ermöglichte die Glasintarsienarbeit eine grenzenlose Bereicherung der Palette. So wuchs die Zahl der möglichen Farbtöne nicht nur ins Unendliche, sondern eine Farbe konnte, je nachdem wie und wie tief sich das Fragment unter der Glasoberfläche befand, verschiedene Schattierungen annehmen.
Diese Technik bietet des Weiteren den Vorteil, ganz präzise Motive verwenden zu können. Die Glasfragmente wurden den Anweisungen des Meisters entsprechend vor dem Einlegen zurecht geschnitten und manchmal sogar mit einem Schliff versehen.

Bei den Motiven dieser Vase handelt es sich um Primeln. 1899 hatte Gallé von einem seiner Zeichner naturalistische Studien von Gartenprimeln verlangt, die dann sowohl für Glasintarsien, als auch für Einlegearbeiten mit Holz verwendet wurden. Die natürliche Umgebung wird allein durch die Farbe, ein sattes Grün, wie man es zu Beginn des Frühjahrs in Wiesen und Gärten sieht, suggeriert.

Diese Vase ist ein vollendetes Beispiel für Glasintarsien und die mit dieser Technik verbundenen Möglichkeiten. Sie wurde dem Museum von Frau Jacqueline Amphoux, der Enkelin Gallés, geschenkt.




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