Carl Milles
Bettlerin

Bettlerin
Carl Milles (1875-1955)
Bettlerin
Zwischen 1897 und 1904
Bronze
H. 30,4 ;B. 17 ;T. 18 cm
© ADAGP - RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Hervé Lewandowski


Bettlerin

Mendiante [Bettlerin]


Der schwedische Bildhauer Carl Milles lebte zwischen 1897 und 1904 in Paris. Die Stadt fasziniert ihn, doch er ist verwundert über die zahlreichen Bettler auf den Straßen. Er modelliert Statuen wie diese Bettlerin, die durch ihre Wirklichkeitsnähe von großem dokumentarischen Wert sind und von denen eine humanistische Stärke ausgeht. Er stellt mehrere davon auf dem Salon de la Société nationale des Beaux-arts von 1899 aus.

Diese junge Mendiante, die in Wind und Kälte ihr bis zur Nasenspitze eingehülltes Baby im linken Arm hält und die andere Hand den Passanten entgegenhält, erweckt Mitleid und regt zum Nachdenken über das menschliche Schicksal an. Die naturalistischen Figuren finden Anklang beim Publikum, doch es werden keine großformatigen Abgüsse in Auftrag gegeben. Bei einem Aufenthalt in Belgien im Jahr 1903 entdeckt Milles zu seiner Überraschung, dass sich Constantin Meunier mit ähnlichen Themen beschäftigt.

Milles Museum liegt in der Nähe von Stockholm, im Millesgården. Das Wohnhaus mit Atelier ist der griechisch-römischen Antike nachempfunden, es lohnt einen Besuch.




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