Jules Cavelier
Cornelia, Mutter der Gracchen

Cornelia, Mutter der Gracchen
Jules Cavelier (1814-1894)
Cornelia, Mutter der Gracchen
1861
Marmor
H. 171; B. 121; T. 127 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Jean Schormans


Cornelia, Mutter der Gracchen

Cornélie, mère des Gracques [Cornelia, Mutter der Gracchen]


Diese Rundplastik mit ihrer starren Symmetrie setzt antike Helden in Szene: Caius und Tiberius Gracchus und ihre Mutter Cornelia. Der pyramidale Aufbau der Gruppe und die Haltung der Figuren sagen etwas über deren Psychologie aus: Caius, der Jüngere, ist voller Energie; der ältere, besonnenere Tiberius hält ein Diplom in der Hand. Cornelia wacht in majestätischer Haltung ruhig und würdevoll über die Beiden und scheint die Worte auszusprechen, die allen Besuchern der Salons im 19. Jahrhundert gut bekannt waren: den eleganten Römerinnen, die ihren Schmuck stolz zur Schau stellten antwortete sie „Dies sind meine Juwelen“ und zeigte auf ihre Söhne.
Die archäologischen Funde antiker Statuen, die oft ihrer Farben beraubt waren, beeinflussten die neoklassischen Werke. Der abwesende Blick verleiht Cornelia einen Anschein von Unerschütterlichkeit und Distanz.
Das Thema, in engem Bezug zum bürgerlichen Ideal und der klassischen Kultur der Zeit, das Bedürfnis der genauen, fast archäologischen Wiedergabe, besonders des Faltenwurfs, die harmonische Komposition, all diese Elemente sind charakteristisch für ein neoklassisches, dem Geschmack der Epoche entsprechendes Werk.




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