Jean-Léon Gérôme
Denkmal zu Ehren des Gérôme

Gérôme bei der Hinrichtung der Gladiatoren, Denkmal zu Ehren des Gérôme
Jean-Léon Gérôme (1824-1904), Aimé Morot (1850-1913)
Gérôme bei der Hinrichtung der Gladiatoren, Denkmal zu Ehren des Gérôme
Zwischen 1878 und 1909
Bronzegruppe
H. 360; B. 182; T. 170 cm
© RMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Christian Jean

Gérôme exécutant les Gladiateurs, Monument à Gérôme [Gérôme bei der Hinrichtung der Gladiatoren, Denkmal zu Ehren des Gérôme]


Die beeindruckende Gruppe der Gladiatoren ist Ausdruck höchster Realitätstreue. Diese erste Skulptur des Malers Gérôme, die man lange verloren geglaubt hatte, diente seinem Schwiegersohn, dem Maler und Bildhauer Aimé Morot, als Hommage an Gérôme: er stellte ihn bei der Ausführung der Skulptur der Gladiatoren dar und bezog so die Originalgruppe in seine eigene Komposition ein. Die Skulptur wurde 1909 als Denkmal in den Gärten des Louvre errichtet.

Das Porträt von Gérôme gibt die Arbeitsbedingungen des Künstlers getreu wieder: Der Kittel, die Werkzeuge in seiner Hand, der überraschte Blick, den er dem Betrachter zuwirft vermitteln den Eindruck, dass er bei seiner Arbeit unterbrochen und es sich um eine Momentaufnahme handelt. Die Gladiatoren, ein behelmter Mirmillon (gallischer Gladiator) und ein Retiarus mit seinem Netz, die Gérôme 1878 geschaffen hatte, sind die zwei originalgroßen Protagonisten einer Szene, die er sechs Jahre zuvor gemalt hatte. Gérôme war für seine Vorliebe für die neugriechische und orientalische Kultur bekannt. Um archäologische Genauigkeit bemüht hatte er aus Neapel den Abguss der Ausstattung der antiken Gladiatoren kommen lassen und für die Einkleidung seines Pariser Modells viel Geld bezahlt.




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