Auguste Rodin
Fugit Amor

Fugit Amor
Auguste Rodin (1840-1917)
Fugit Amor
1886
Bronze
H. 38,8; B. 46 cm
© RMNRMN-Grand Palais (Musée d'Orsay) / Michèle Bellot - Jean Schormans

Fugit Amor


Diese kleine Skulpturengruppe gehört eigentlich zur Höllentor. Das Tor, mit dem er 1880 beauftragt wurde, wird ihn sein ganzes Leben lang beschäftigen. Als Inspiration dient Rodin Dantes Hölle. Er wird mindestens zwanzig Jahre lang daran arbeiten, ohne es jemals zu vollenden.
Dieses Monumentalwerk, das aus einhundertsechsundachtzig Figuren besteht, wird Rodin als „Reserve” für seine zukünftigen Kompositionen dienen. Manche Figuren werden zuerst in Ton modelliert und später in Gips gegossen, verändert, indem der Bildhauer Gliedmaßen abnimmt oder mit frischem Gips andere hinzufügt. Er vergrößerte die Figuren des Ugolin oder des Denker... und erhob sie zu eigenen Kunstwerken.
Dank dieser Techniken schafft Rodin Modelle, die ihm einen ganz beeindruckenden kommerziellen Erfolg bringen werden.

Fugit amor besteht aus zwei Körpern – der eines Mannes und der einer Frau -, die sich akrobatisch aneinander festklammern, als würden sie von unsichtbaren gegenläufigen Fluten mitgerissen. Ursprünglich befindet sich diese Skulpturengruppe an zwei verschiedenen Stellen des rechten Flügels des Tors, doch schon in Kürze wird sie zu einem eigenständigen Werk. Es wird sowohl wie hier in Bronze gegossen als auch in Marmor gehauen. Trotz der Ausmaße, die der Wohnung des Kunstsammlers angepasst sind, besticht das Werk durch seine emotionale Spannung, die Ausdruck der unüberwindlich schwierigen Beziehung der Liebenden ist.




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